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ARVO PÄRT

Arvo Pärt wurde am 11. September 1935 im estnischen Paide geboren.
Neben seinem Musikstudium arbeitete er als Tonmeister im Rundfunk.

In seinen ersten Werken experimentierte Pärt mit verschiedenen Stilrichtungen, vom Neoklassizismus bis zur Zwölftontechnik.

Anfang der 70er Jahre trat Pärt, der schon immer stark religiös orientiert war, der russisch-orthodoxen Kirche bei. Er begann die Musik des Mittelalters zu studieren und schrieb nach einigen Jahren kompositorischer Stille ein kleines Klavierstück, das alles beinhaltete, was er für sich gefunden hatte: "Für Alina" (1976).

Pärt nannte seinen neuen Stil "Tintinnabuli", lateinisch für Glöckchen, und meinte das "Klingeln" des Dreiklangs, der zeitgleich mit einer Melodie in der gleichen Tonart erklingt.

Als Arvo Pärt die monumentale Skulptur "Marsyas" von Anish Kapoor 2002 in der Tate Modern in London zum ersten Mal sah, war sein Eindruck so gewaltig, dass er sich angesichts dieser Dimensionen mit dem Thema Tod und Leiden intensiv auseinandersetzte. Es entstand das "Lamentate".